Paneldisskussionen & Workshops


Freitag 24. November

Ab 20 Uhr im Festivalzentrum Walcheturm


21–21.45 Uhr

ALIENS, ROBOTER UND ÜBERWESEN. Sexuelle Begegnungen mit dem Anderen im Science Fiction –

Videoschnipselvortrag von Heiko Schmid

 

Das Science Fiction Genre zeigt uns nicht nur, was historisch gesehen als technisch möglich erklärt wurde, sondern auch welche Begegnungen mit dem „Fremden“ überhaupt denkbar waren. Zwischen Bedrohung, Verheissung und Selbstdarstellung spielte Sex hierbei wiederholt eine spannend Rolle. In seinem Videoschnipselvortrag wendet sich Heiko Schmid sexuellen Begegnungen mit Aliens, Robotern und Überwesen zu.


Samstag 25. November

Ab 14.30 Uhr im Festivalzentrum Walcheturm


14.30–15.30 Uhr

VON ROBOTER-EHEN UND ELEKTRISCHEN LIEBHABERN 

Werden Roboter unser Liebesleben verändern?

 

Paneldiskussion mit:

Dr. Trudy Barber (Cybersexpertin, University of Portsmouth), Dr. Markus Christen (Ethiker an der UZH), Dr. Naveen Shamsudhin (Multi-Scale Robotics Lab, ETH Zürich), Stéphane Flach mit seiner Puppenfrau Erena Ichinose

Moderiert von Jenny Rieger

 

Roboter gelten als kalt und gefühllos – doch Industrie und Wissenschaft arbeiten daran, das zu ändern. Bald kommen die ersten Sexroboter auf den Markt, die nicht nur realistische körperliche Erfahrungen, sondern auch Emotionen simulieren sollen. Sie werden sich mit ihren Besitzer*innen unterhalten, ihre Vorlieben kennenlernen und ihre Wünsche erfüllen. Manche sind überzeugt, dass die Maschinen Empathie lernen und perfekte Partner werden können. Andere dagegen wollen intime Begegnungen mit Robotern am liebsten schon jetzt verbieten. Können wir Maschinen lieben – und sie uns? Wäre Einsamen, die wegen extremer Schüchternheit oder psychischen Problemen keinen Partner finden mit synthetischen Liebhabern geholfen – oder würden sie sich nur noch mehr von anderen Menschen abkapseln? Könnten Sexroboter eine humanere Alternative zur Prostitution sein? Oder würden die Menschen verrohen, wenn ihnen perfekte, willenlose Partner zur Verfügung stehen?

 

Trudy Barber: www.thesexualfuturologist.com

Stéphane's Blog: www.ma-poupee.com


16–17 Uhr

FEMINISMUS UND PORNOGRAPHIE, GEHT DAS? – Paneldiskussion mit anschliessendem Clit Night Workshop (siehe unten)

 

Paneldiskussion mit:

Jasko Fide (Queere Pornoperformerin), Louisa Lorenz (Geschlechterforscherin und Sexualaufklärende), Michaela Fuchs (Dozentin von sex-positiven Veranstaltungen - Zwischenwelten)

Moderiert von Oliwia Hälterlein (Feministische Filmkunst-Konsumentin)

 

Feminismus und Pornographie, geht das? Wie ist Gewalt und Ausbeutung an Frauen in Pornographie zu verstehen? Und was bedeutet Feminismus heute? Zum ersten Mal nehmen wir den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, der jährlich am 25. November zeitgleich zu den Porny Days stattfindet, in unserem Festivalprogramm auf. Wir möchten zu diesem wichtigen Thema einen Beitrag leisten indem wir Expert*innen einladen um im gemeinsamen Gespräch sowohl Gewalt gegen Frauen in der Mainstream-Pornographie zu beleuchten als auch positive Veränderungen zugunsten der Frauen zu thematisieren und Alternativen wie "femporn" vorzustellen.

 

Bildlegende: Filmstill aus Breathe, Goodyn Green, DE, 2016, starring Jasko Fide & Sadie Lune


17–18 Uhr

CLIT NIGHT – Workshop mit Louisa Lorenz (Geschlechterforscherin und Sexualaufklärende)

 

Die Clit Night ist ein Workshop/Input bei dem es um die Anatomie und die Kulturgeschichte der Klitoris geht. "Klitoris" ist kein völlig unbekannter Begriff, doch was sich dahinter tatsächlich verbirgt, wissen die meisten trotzdem nicht, denn sie wird in der Sexualaufklärung - wenn überhaupt - nur oberflächlich behandelt. Der Workshop ist für alle (unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung) offen, die Interesse haben etwas mehr über Genitalanatomie zu lernen und die vermeintlichen Wissenslücken diesbezüglich kritisch zu hinterfragen.


Festivalzentrum Walcheturm: Kanonengasse 20, 8004 Zürich