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Medienmitteilung 2016

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Medienmitteilung vom 13.10.2016
Infos zu den 4. Porny Days mit Fokus Japan
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Pressespiegel PORNY DAYS 2013-2015
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MEDIENMITTEILUNG 12.11.2015

Die dritten Porny Days – „Sex Tells“

Programme zu Erotik und Sexualität haben Hochkonjunktur an internationalen Filmfestivals und Schweizer Kunstinstitutionen. „Sex Sells“ reicht als Erklärung dafür nicht aus – vielmehr geht es um sexuelle Emanzipation, Selbstfindung und Fantasie. In diesem Sinne bieten die Porny Days auch dieses Jahr ein aufregendes und sinnliches Programm: Vom 27. bis 29. November 2015 laufen im Kino Riffraff rund 70 Filme aus 20 Ländern zum Thema Sexualität, Liebe, Gender, Körperlichkeit und Pornografie. Zudem laden die Porny Days ein zur Spezialvorführung eines Kultfilms des Schweizer Erotikgenres im Kino Roland, dem Ursprungsort des Festivals. Performancekunst, eine Rockshow der Sex Organs, Debatten, eine Lesung und der legendäre Porny Brunch an der Langstrasse runden das Filmprogramm mit inspirierenden Live-Erlebnissen ab.
 
FILMPROGRAMM im Kino Riffraff & Roland
 
Das diesjährige Filmprogramm spannt den Bogen zwischen eindrücklichen Dokumentarfilmen (PERVERT PARK / EXOTICA, EROTICA, ETC.) und verblüffenden Erstlingsfilmen (AFTER EDEN / ARIANNA / BANG GANG / SHORT SKIN), über Arthouse-Werke von namhaften RegisseurInnen (THOU WAST MILD AND LOVELY von Josephine Decker / THE EXQUISITE CORPUS von Peter Tscherkassy / ART von Adrian Sitaru) und prämierte Kurzfilme (GOOD NIGHT / GROWING PAINS / RATE ME) sowie sex-positive Entdeckungen (THE LAST CALL / SONATA) bis hin zum Underground Adult Cinema der Queer Ikone Shine Louise Houston. Viele der Filme im Programm der Porny Days wurden an renommierten Festivals wie Sundance, Berlin, Cannes, Venedig, Toronto und San Sebastian präsentiert und werden jetzt erstmals in der Schweiz aufgeführt.
 
Auch thematisch gibt es an den Porny Days 2015 wieder eine Bandbreite zu entdecken. Unter dem Motto „Sex Tells“ rüttelt das Programm an manchem Klischee (AUDITION) und begibt sich in die Grenzzonen von Lust und Begierde (MY DAY WITH TARNA) sowie in das Spiel von Tanz, Dominanz und Unterwerfung (SONATA). Die Porny Days lassen keinen Höhepunkt aus (OUT OF NATURE) und blicken dabei auch in manch einen Abgrund (PERVERT PARK). Die Mechanismen der Verführung der Pornoindustrie (AFTER EDEN) sind ebenso Thema, wie die gelebte freie Liebe (SCHNICK SCHNACK SCHNUCK). Auch wem nach einem wunderbaren Feel-Good-Movie (SHORT SKIN), nach einem wahren Horrorfilm in der Nocturne (IT FOLLOWS) oder nach Sehnsucht und Poesie (EXOTICA, EROTICA ETC. / ARIANNA) zumute ist, wird auf seine Kosten kommen.
 
Opening Quickies
Der Eröffnungsabend bietet dieses Jahr lustvolle Unterhaltung mit Kurzfilmen aus Queer Cinema und Postporn (HEAVENLY SPIRE / JASKO’S TRYING HARD), Schweizer Komödie (PALÄONTOLOGIE) und Animation (IVAN’S NEED), mit Einstimmung ins Thema „Das erste Mal: Sexuelles Erwachen“ (THE AMERICA OF WOMANKIND) und präsentiert das neuste Werk der queerfeministischen Filmemacherin Katy Bit, in dem eine Frau unerwartet Einlass in die Unterwelt ihrer Fantasien erhält (LAST CALL).
 
Das erste Mal: Sexuelles Erwachen
Ein thematischer Schwerpunkt bilden das sexuelle Erwachen und die erste Liebe. 2015 sind Teenage-Filme an internationalen Filmfestivals omnipräsent. Die Porny Days präsentieren eine Auswahl. Das Kurzfilmprogramm SEXUAL AWAKENINGS gibt Einblick in die sexuelle Identitätssuche von Teenagern und taucht ein in verstrickte Jugendwelten, geprägt von Peinlichkeit und Unsicherheit, von Schönheit und Unbeschwertheit. Die drei Spielfilme zum Thema erzählen von der Gratwanderung zwischen Unschuld und Kalkül, zwischen Reife und Überforderung (BANG GANG), von Intersexualität und sexueller Identitätssuche (ARIANNA) und von jugendlicher Leichtigkeit und Schamgefühl (SHORT SKIN).
 
Zürich macht sich frei
ZÜRICH MACHT SICH FREI versammelt Kunstfilme von Pionieren zu Körperlichkeit, Erotik, die den rigiden Protestantismus in den verbotenen Zonen der Zwinglistadt herausforderten (Pipilotti Rist, Walter Pfeiffer, Isa Hesse-Rabinovitch). Die Spezialvorführung des Kult-Erotik-Roadmovies MÄDCHEN, DIE AM WEGE LIEGEN unter der Regie von Joseph K. Shalbert im Kino Roland schlägt die Brücke zwischen Kunst und Pornografie.
 
Sexarbeit
Der käufliche Sex spielt sich in Zürich immer mehr an der Peripherie der Gesellschaft ab. Lady Shiva war in den 70ern noch eine schillernde Ikone (ZÜRICH MACHT SICH FREI) während heute Verrichtungsboxen den Inbegriff käuflicher Liebe sind. Das Kurzfilmprogramm SEX WORK sowie die Dokumentarfilme EXOTICA, EROTICA, ETC. und NIGHT BEES geben Sexarbeiterinnen eine Stimme, erforschen ihre Sehnsüchte und Gefühle und geben Einblicke in ihren Alltag.
 
Sextricks by Fantoche / Balkan Sex Melancholia
Das Animationsfilmfestival Fantoche präsentiert mit SEXTRICKS an den Porny Days seine liebsten sexy Animationsfilme und der St. Petersburger Filmemacher Alexei Dimitriev hat gemeinsam mit dem serbischen Filmkritiker Vladan Petkovic mit BALKAN SEX MELANCHOLIA ein Kurzfilmprogramm kuratiert, das eine traurige, komplizierte und melancholische Seite von Sex zeigt.
 
Shine Louise Houston (Pink & White)
Shine Louise Houston gilt als eine der Pionierinnen des lesbisch/queeren Pornos. Als Produzentin (Pink & White Productions) und Regisseurin hat sie in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der kalifornischen Pornoproduktion geleistet. Eine ihrer wichtigsten Weggefährten bei Pink & White Productions, Syd Blakovich, wird als Gast bei den Porny Days dabei sein und Einblick in ihr neustes Schaffen geben.
 
RAHMENPROGRAMM im Festivalzentrum
 
Eröffnungsabend: Konzert & Party
Nach dem Eröffnungsprogramm im Kino Riffraff rockt die Band THE SEX ORGANS rund um die Zürcher Sängerin Jackie Brutsche das Festivalzentrum LangstrassenKultur mit Gitarrensound und Kostümshow. Die Eröffnungsparty der Porny Days ist im Kauz zu Gast.
Freitag 22:45 Uhr Konzert THE SEX ORGANS – Festivalzentrum
Freitag, ab 21 Uhr, Porny Night im Kauz
 
Dot.com-Shot: Interaktives Panel
Nach dem Motto „Everybody does it, but nobody talks about it – come, see and speak“ wirft das Panel DOT.COM-SHOT Licht ins Dunkel rund um das Phänomen der Online Pornografie und fragt nach, warum 80% des Porno Contents von einer grossen luxemburgischen Firma monopolisiert wird; mit Produzentin und Darstellerin Syd Blakovich (Pink&White Productions) sowie Ramon Reichert (Prof. für  Medienwissenschaft an der Universität Wien / Autor The Porn Identity: Expeditionen in die Dunkelzone).
Samstag, 16 Uhr - Festivalzentrum
 
Debatte Jugendsexualität
Jugend, geprägt von sexuellem Erwachen, von Peinlichkeit und Unsicherheit, von Schönheit und Unbeschwertheit.  Rosanna Grüter (SRF Virus / Rosanna checkt's!) diskutiert gemeinsam mit Gästen zum Thema Jugendsexualiät.
Samstag 18 Uhr – Festivalzentrum
 
Lesung einer hervorragenden Sexszene der Schweizer Literatur
Adrian Witschi liest aus seiner Novelle „Hoffentlich ist niemand verletzt“ zum ersten Mal öffentlich die Sexszene, die wohl zu den besten der Schweizer Literaturgeschichte zählt. Im Anschluss diskutiert er mit der Autorin und Moderatorin Nora Zukker (SRF 3 Buch-Tipp) und dem Publikum über sein Buch und die literarische Kunst des Expliziten.
Samstag 19:30 Uhr - Festivalzentrum
 
Performance-Night
Der Fokus des Kunstprogramms liegt dieses Jahr ganz auf den performativen Künsten. Marc Streit, Gründer des Tanz- und Performancefestivals zürich moves! und Kurator im Tanzhaus Zürich, hat das Performanceprogramm für die 3. Porny Days kuratiert. Daniel Hellmanns und Theres Indermaurs interaktive Performance-Installation Masturbutopia lädt zum kreativen Spiel mit Selbstdarstellung und Erotik. Auch dabei sind die Performance-Künstler Nils Amadeus Lange, schillernder Grenzgänger zwischen den Künsten, Annina Machaz, bekannt für ihre Extremperformances sowie Ivan Blagajcevic als Evalyn Eatdith, Zürichs glamouröseste Drag-Queen.
Samstag ab 21 Uhr - Festivalzentrum
 
Sex and Space
Der deutsche Choreograph und Filmemacher David Bloom lädt ein zum Workshop zu Tanz, Begehren, und der Performance des Erotischen Körpers.
Sonntag, 14-17 Uhr – Tanzhaus Zürich
 
Porny Brunch
Auch dieses Jahr findet am Sonntag der legendären Porny Brunch statt: Explizite Filme und ein reichhaltiges Büffet werden zum Frühstück serviert.
Sonntag ab 12 Uhr - Festivalzentrum
 
Anwesende Gäste (bis jetzt bestätigt):

  • AUDITION: Produzentin Siri Hjorton Wagner
  • ARIANNA: Regisseur Carlo Lavagna
  • BALKAN SEX MELANCHOLIA: Kurator Alexei Dimitriev
  • BANG GANG: DarstellerInnen Marilyn Lima-Garces & Lorenzo Lefebvre
  • DOT.COM-SHOT: Referent Ramon Reichert
  • GOOD NIGHT: Regisseurin Muriel d’Ansembourg
  • HUERE MÜEHSAM: Schauspieler Matthias Schoch
  • IVAN’S NEED: Regisseurin Veronica Lingg
  • I WOULD LIKE TO BE ENRAPTURED, MUZZLED, ....: Regisseur Andy Malafaya
  • JASKO’S TRYING HARD: Regie Bê & René de Sans
  • LA RIVIÈRE SOUS LA LANGUE: Regie Carmen Jaquier & Darstellerin Marie Cornil
  • MY DAY WITH TARNA: Regisseur Chris Caliman & Protagonistin Lady Tarna
  • PALÄONTOLOGIE: Regisseur Pablo Callissaya
  • PERVERT PARK: Regie-Duo Frida und Lasse Barkfors
  • SCHNICK SCHNACK SCHNUCK: Regisseurin Maike Brochhaus & Sören Störung
  • SHINE LOUISE HOUSTON / PINK & WHITE: Produzentin Syd Blakovich
  • SONATA: Regisseur David Bloom

 
TICKETS
Tickets sind im Vorverkauf ab Freitag, 20. November, in den Kinos Riffraff und Houdini sowie via Online-Vorverkauf www.riffraff.ch erhältlich.
 
LOCATIONS
Festivalkino: Riffraff 1+2, Neugasse 57, 8005 Zürich
Festivalzentrum: LangstrassenKultur, Langstrasse 113a, 8004 Zürich
Spezialvorführung: Kino Roland, Langstrasse 111, 8004 Zürich
 
PRESSEMATERIAL
Das vollständige Programm auf www.pornydays.ch
Bildmaterial fürs Web-Publikationen finden Sie hier: Bilder Porny Days 2015
Detaillierte Informationen, Bildmaterial in hoher Auflösung sowie Interviews auf Anfrage.